Neue Features von Windows 10 im Praxistest

Neue Features von Windows 10 im Praxistest

Im ersten Teil dieser Artikelserie wurde bereits darauf eingegangen, warum sich für Unternehmen ein Umstieg auf Windows 10 lohnt. In diesem Artikel erklären wir die neuen und vor allem sinnvollen Features, die von Spezialisten auf ihre Tauglichkeit in der Praxis überprüft wurden. Viele der neuen Funktionalitäten wurden anhand von Verbesserungsvorschlägen, die sich im Rahmen eines weltweit laufenden Testprojektes mit Windows-Benutzern ergaben, in das neue und schnelle Betriebssystem implementiert. Zum Teil wurden unpraktische Funktionen entfernt oder durch optimierte Versionen ersetzt. Auf jeden Fall ist das neue Windows 10 das erste Geräte übergreifende Betriebssystem, das sich für den Einsatz auf dem PC genauso gut eignet wie als Betriebssystem für Notebooks, Tablets und Smartphones.



Desktop wird zur individuellen Arbeitsfläche

Der neue Desktop von Windows 10 wird durch verschiedenste Funktionalitäten zum individualisierten Arbeitsbereich. Das Startmenü wurde an die Anforderungen von Benutzern von PCs und mobiler Endgeräte angepasst. Es präsentiert sich mit dem von Windows 7 gewohnten Startmenü mit seinen Listenfunktionen und der Möglichkeit, installierte Apps oder Verknüpfungen als Kachel auf dem Desktop zu positionieren. Die Kombination dieser beiden Funktionalitäten ist bereits seit langer Zeit fällig, um für Windows-Nutzer, die häufig mobil unterwegs sind, ein effizientes und komfortables Arbeiten auf allen Endgeräten zu gewährleisten. Für alle, die zeitgleich mit mehreren Programmen arbeiten, verwandelt sich der Desktop des neuen Betriebssystems bei Bedarf in mehrere virtuelle Schreibtische. Ein wichtiger Zusatznutzen ist die Möglichkeit, geöffnete Fenster zwischen den virtuellen Desktops hin- und herzuschieben. Die Funktionalität virtueller Desktop ist für die Bearbeitung mehrerer Projekte genauso hilfreich wie bei der Trennung geöffneter Programme für die private und dienstliche Nutzung.

Continuum und andere praktische Funktionalitäten

Vor allem für Benutzer sogenannter Hybrid-Geräte, die sowohl als Notebook und als Tablet-PC genutzt werden können, bietet Windows unter der Bezeichnung Continuum ein praktisches Komfortfeature. Die Software sorgt für die optimale Bedienung von Apps auf jedem Gerät und in jedem Modus. Sobald das Touch-Display von der angeschlossenen Tastatur getrennt wird, erfolgt automatisch die Umschaltung auf eine optimierte Touch-Oberfläche. Mit angeschlossener Tastatur hat der Benutzer die Wahl, ob er auf Tastaturbedienung umschalten möchte oder eine Bedienung mittels Touch-Oberfläche bevorzugt.

Für alle, die häufig mit der Eingabeaufforderung arbeiten, ließ sich Windows etwas Besonderes einfallen. Ab Windows 10 ist das Fenster Eingabeaufforderung nicht mehr schwarz, sondern präsentiert sich auf Wunsch des Nutzers transparent. Das lästige Verschieben oder Ändern der Größe des Fensters wird verzichtbar, wenn die Inhalte der Eingabeaufforderung und darunter liegende Informationen gleichzeitig benötigt werden. Ein weiteres Komfortfeature der Eingabeaufforderung ist das Kopieren und Einfügen, das bisher nicht möglich war.

Windows Hello - die innovative Identifizierungs-Technologie

Mit Windows Hello wurde die Zukunft von der Gegenwart überholt. Das neue Identifizierungssystem benötigt keine Passwörter mehr, sondern arbeitet über Gesichtserkennung, Fingerabdruck oder Iriserkennung. Ein kleiner Wermutstropfen ist jedoch mit dieser innovativen Technologie verbunden: Windows Hello unterstützt die Funktionalität und die für diese Identifizierungsart benötigten Geräte. Wer sich in Zukunft auf diese Art identifizieren möchte, benötigt spezielle Hardware. Für die Gesichtserkennung setzt Microsoft beispielsweise auf die bereits angekündigte 3D-Kamera von Intel; eine herkömmliche Webcam ist nicht geeignet.

Neue Update-Prozesse reduzieren Administrationskosten

Die Verteilung der Updates soll durch Windows Update for Business im Rahmen der Peer-to-Peer-Technik vereinfacht werden und auch große Unternehmen mit einbinden. Das Ziel dahinter ist neben der Reduzierung der Administrationskosten im Rahmen eines Windows Server Update Services (WSUS) die Erreichung eines möglichst gleichen Patch- und Funktionslevel von Windows 10 als kontinuierliches Release. Sinnvoll für Unternehmen, deren Rechner durchgängig auf das neue Betriebssystem umgestellt werden. Dabei differenziert Windows zwischen hochkritischen Server- und Rechnerbereichen wie jenen in Krankenhäusern oder der Luftverkehrskontrolle und normalen Unternehmen.

Windows Update for Business präsentiert sich als Light-Version des Windows Server Update Services und verleiht dem Administrator für die Einspielung der Updates individuellen Freiraum bei geringem Aufwand. Dies bedeutet, dass die Updates in verschiedenen Unternehmensbereichen zeitlich getrennt oder zu festgelegten Terminen eingespielt werden. Die Vorgehensweise stellt sich so dar, dass Abteilungen mit hohem E-Mail-Verkehr immer am Patch-Tag mit den sicherheitsrelevanten Updates versorgt werden, während die Buchhaltung durch ein spezielles Wartungsfenster vor ungewollten Updates mitten im Kassenschluss geschützt wird.

Praktische Annehmlichkeiten als Zusatznutzen

Zusätzlich zu den bisher erwähnten wichtigsten Änderungen des Betriebssystems gibt es praktische Features, wie die Funktion Einstellungen als Desktopanwendung. Die Kommandozeile wird durch die Powershell Version 5.0 vorinstalliert und Betreiber eigener Domänen erhalten durch das ins System integrierte Azure Active Directory eine Direktanbindung. Cortana ist ein Sprachassistent, der Briefe per Sprache erfasst, über den Webbrowser Microsoft Edge nach gesuchten Begriffen sucht oder den Terminkalender im Blick hat und rechtzeitig an Termine erinnert.

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